| nach Hans-Joachim
Haase (MKH) (Polatestmethode)
Bereits in den 50er Jahren experimentierte H.-J. Haase, als Dozent
der Höheren Fachschule für Augenoptik in Berlin, an der Entwickelung
von Sehtesten für das beidäugige (binokulare) Sehen.
Dabei machte er eine Reihe von Entdeckungen die er schließlich zu
einer völlig neuartigen Prüfmethode weiterentwickelte, der Mess-
und Korrektionsmethodik nach Hans-Joachim Haase (MKH)..
Heute setzt sich vor allem die IVBV (internationale Vereinigung
für binokulare Vollkorrektion – www.ivbv.de
) für die Verbreitung und Weiterentwicklung dieser Messmethodik
ein.
Das besondere der MKH ist, dass das Zusammenspiel der Augen unter
weitgehend natürlichen Gegebenheiten getestet wird.
Das meint vor allem:
- Der Prüfraum ist nicht abgedunkelt (anders als z.B. beim bisher
sehr gebräuchlichen Schober oder Maddox-Test)
- Beide Augen erhalten gleichwertige und weitgehend identische
Bilder (ebenfalls nicht gegeben bei Maddox, Schober, Graefe ...)
- Durch die Gleichheit der Bilder wird die Fusion „dosiert“ aufrecht
erhalten (beide Augen können und müssen die Seheindrücke zu einem
gemeinsamen Seheindruck verarbeiten, wenn dies organisch/funktionell
dem Kunden möglich ist), d.h. die Zusammenarbeit der Augen wird
während des Testes nicht unterbrochen.
Vorteile:
- Exakteste Messung der motorischen und sensorischen (= muskulären
und nervösen bzw. reizverarbeitenden) Defizite des Zusammenspiels
der Augen
- Ermittlung einer Korrektur, die fast immer sofort verträglich
ist und bestehende Beschwerden meist beseitigt oder lindert
- Verbesserung der räumlichen Wahrnehmung
- weitestgehend reproduzierbare Ergebnisse, die 1:1 in der Verordnung
der Brille umgesetzt werden können
- Ermittlung der Qualität des beidäugigen Sehens, bzw. der Defizite
als Kontrolle des Brillenerfolges
Die Korrektion der so ermittelten Winkelfehlsichtigkeit
erfolgt anschliessend mit Hilfe einer Prismenbrillen.
Erfolgsbilanz:
In ca. 90% der Fälle bringt die Prismenbrille eine Verbesserung
der subjektiven Symptome wie Augenbrennen, Augenrötung, schnelle
Ermüdung, verrutschen der Zeilen beim Lesen, Kopfweh, Lichtempfindlichkeit.
Eine merkbare Verbesserung der schulischen Leistungen von Kindern
mit Lese- Rechtschreib- Schwäche wird in ca. 60 – 65% der Fälle
(Dr. Pestalozzi 1988, Dr. Wulff 2000) erreicht. In ca. 10% sind
die Leistungssteigerungen beachtlich, in manchen Fällen kann die
Diagnose LRS / Legasthenie sogar zurückgezogen werden.
Wir führen die Messungen der Winkelfehlsichtigkeit
nach den aktuellen Richtlinien der IVBV
(www.ivbv.de) durch. Ebenso werden die empfohlenen regelmäßigen
Nachkontrollen angeboten.
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