|
Das in den USA entwickelte optometrische Visualtraining (VT) dient
der Verbesserung und Wiederherstellung von Sehfunktionen wie Blickbewegungen,
Naheinstellung und Augenkoordination.
Besonders Menschen mit erworbenen Sehstörungen und Doppeltsehen
(nach Unfällen, Erkrankungen etc.) können davon profitieren,
aber auch Sportler erhöhen z.B. ihr Reaktionsvermögen
und verbessern die Entfernungseinschätzung.
Sehbeschwerden wie
- Augenbrennen und Augenrötung
- Kopfschmerzen
- Lichtempfindlichkeit
- Verrutschen der Zeilen beim Lesen
- zeitweiliges Verschwommensehen
- Nahsehstörungen
- zeitweiliges Doppeltsehen
- …
können durch VT gelindert oder sogar beseitigt werden, wenn
andere Methoden versagen.
Mithilfe umfangreicher Messungen die auf dem OEP 21 Punkte Programm
basieren, wird eine genaue Analyse der Augenfunktionen vorgenommen.
Es wird ein Trainingsplan erstellt, mit dessen Hilfe die unzureichenden
Funktionen trainiert und verbessert werden.
Das Training selbst erfolgt mit oft sehr einfachen Hilfsmitteln
wie Linsen, Stereogrammen, Perlenschnüre, Fixationsobjekten
usw.
In der Regel werden zwischen 12 und 24 Einheiten für ein erfolgreiches
Training benötigt.
Obgleich die theoretischen Grundlagen nicht bewiesen sind und auch
heftig diskutiert und kritisiert werden, gibt es zahlreiche Berichte
und Studien, die die Wirksamkeit des Visualtrainings belegen.
Da uns aber bislang keine Nachweise bekannt sind, dass durch das
VT ein „bizentrales“ Sehen (beide Augen richten sich
exakt mit der Netzhautgrube auf das Sehziel aus = Voraussetzung
für qualitativ bestes Sehen) wiederhergestellt und auch erhalten
werden kann, raten wir dazu, immer zuerst eine vollständige
Untersuchung nach der Mess-
und Korrektionsmethodik nach Hans-Joachim Haase durchzuführen.
Erst danach ist ein Beginn des VT sinnvoll.
Dieses Vorgehen empfiehlt auch die Wissenschaftliche Vereinigung
für Augenoptik und Optometrie (WVAO).
|